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Südkurier Überlingen und Markdorf - 23. Juli 2016 ... schön war´s!

 

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Konstanz 

Der Zauber des Einfachen

26.09.2014

Von Thomas Zoch

 

Mit „Soul On Fire“ legt Somersalt ein starkes Debütalbum vor. Die Release-Party steigt am 27. September in der Kula-Bar

„Kleine, ehrliche Worte machen es einfach“, singt Lizzy Branz im Song „Simple“. Wohl wahr. Und kleine, schlicht schöne Melodien machen eben einfach gute Popmusik aus. Davon gibt es reichlich auf „Soul On Fire“, dem Debütalbum von Somersalt. Lizzy Branz (Gesang, Gitarre, Bass) und Deddy Eilhardt (Gitarren, Backgroundgesang) ist ein über weite Strecken ebenso ruhiges wie packendes Akustikpop-Werk gelungen.

Zwei Songs ragen heraus. Zum einen eben „Simple“, der mit seiner geradezu kinderliedhaften Melodie an die famose dänische Songwriterin Agnes Obel erinnert und in seiner Sanft- und Schlichtheit einfach zauberhaft klingt. Zum anderen der Song „Princess“, eine flotte, luftige Popnummer mit hohem Wiedererkennungswert, bei der einem die Pretenders in den Sinn kommen. Darum herum gibt es mit dem Titelsong zum Auftakt, in dem Lizzy Branz mit ungewohnt brüchiger Stimme ihr Seelenleben beschreibt, sowie „April“, „For You“, „Rome“ oder „My Way“, zarte Popballaden mit meist hellem, klarem Gesang im Stil von Heather Nova.

Dazwischen wird es aber auch mal sperriger wie bei „Anymore“ mit knorrigem Bassriff, verschwommener Gitarre und hymnisch ansteigendem Refrain; und gegen Ende sogar überraschend heftig mit der Triphop-Nummer „Garbage“ und dem polternden Gitarrenrocksong „So Long“. Darauf angesprochen lacht das Duo, ihre rockige Vergangenheit stecke halt in ihnen. „Da kannst Du nichts dagegen machen“, so Deddy Eilhardt, der seine Gitarren angenehm zurückhaltend einsetzt. Meist begleitet er schlicht mit kleinen Melodielinien, wodurch das Ganze aufgelockert wird.

Gute Songs sind das eine, doch „Soul On Fire“ ist zudem sehr professionell produziert. Und das kam so. Zur Finanzierung hatte das Duo ein Crowd-Funding-Projekt im Internet gestartet. Dabei fanden sie nicht nur rund 130 Unterstützer deutschlandweit, sondern stießen auch auf den Profi Karsten Deutschmann in Hamburg, in dessen Studio die 13 Songs in sehr konzentrierter und kreativer Atmosphäre in sechs Tagen arrangiert und aufgenommen worden seien. Mit Orgel, Piano, Glockenspiel, Flöte oder sogar Streichersätzen wurden die Stücke verfeinert, aber auch das wohltuend dosiert. „Wir waren ganz offen, machten alles, was songdienlich ist“, erklärt Lizzy Branz. Live fehlen diese Zutaten zwar, doch: „Das tut den Songs keinen Abbruch“, meint Deddy Eilhardt.

 

 

 

 

21.09.2011  |  von

 

„Wir müssen nicht mehr Rockstars werden“

Kultur See -  Mit eingängigem, authentischem Indie-Pop-Rock mischt die neue Band Somersalt Konstanz auf

„Wir müssen nicht mehr Rockstars werden“

Das gibt es nicht gerade alle Tage: Eine Konstanzer Band probt knapp drei Monate, spielt dann gleich mal in einem angesagten Kölner Club (dem „Bogen 2“) – und kommt dabei auch noch sehr gut an! Die Rede ist vom Trio Somersalt, dessen Namen sich Fans von Indie-Pop und Alternative Rock ruhig merken dürfen. Denn Lizzy Branz (Gesang, Bass), Detlev „Deddy“ Eilhardt (Gitarre, Backgroundgesang) und Lars Kratzheller (Schlagzeug, Backgroundgesang) haben noch einiges vor. Und zwar will man in erster Linie „spielen, spielen, spielen“. So wie man das bisher im Proberaum in der Chérisy-Kaserne eifrig und leidenschaftlich tut beim Entwickeln und Arrangieren der Songs, zu denen Lizzy Branz die Texte und Grobgerüste liefert. Doch: „Es gibt nichts Schöneres, als live aufzutreten“, betont sie. Und Deddy Eilhardt fügt an: „Die Auftritte kommen jetzt.“

Die beiden kennen sich gut aus der früheren Alternative-Rockband Lizzan D., die es bis 2001 gab. Eilhardt machte danach „Psychedelic Art Noise“ mit der Radolfzeller Combo Flide Ma, Lizzy Branz spielte kurzzeitig bei einer Band namens Mote und pausierte dann einige Jahre – bis sie irgendwann das Gefühl hatte, wieder Songs schreiben zu können. Songs, die heute homogener, harmonischer seien als zu Lizzan-D.-Zeiten, als schräge Elemente, Breaks und Rhythmuswechsel die Musik prägten.

Die abwechslungsreich arrangierten, meist im Midtempo angesiedelten Songs bewegen sich irgendwo im Spannungsfeld von Größen wie Snow Patrol, Garbage, Alanis Morissette oder Verve. Das kam nicht nur in Köln gut an, sondern auch bei der Konstanz-Premiere Anfang April bei der Rocknacht im K9. Dies, so denkt man, liege vor allem daran, dass man authentisch sei. „Wir machen unser Ding“, betont Lizzy Branz. „In jungen Jahren versucht man immer eher, etwas zu sein“, ergänzt Deddy Eilhardt, der seit bald 40 Jahren Musik macht. „Ich spiele jetzt für mich – und fürs Publikum“, sagt auch Lars Kratzheller, der erst vor einem Jahr von Köln an den Bodensee zog, im vergangenen November zum Drummer-suchenden Duo Lizzy/Deddy stieß und prompt den Gig im Vorprogramm seiner früheren Gothic-Metal-Band Uncovered Noise in der Rheinmetropole im Januar vermittelte. „Die Harmonie in der Band ist einfach unheimlich gut“, schwärmt Kratzheller.

Viele Auftritte will das Trio machen, auch mal eine CD aufnehmen, doch aus dem Alter, wo man vom großen Erfolg träumt, sei man raus. „Wir müssen nicht mehr Rockstars werden“, so Lizzy Branz. Die Leidenschaft für die eigene Musik steht im Mittelpunkt – und natürlich auch die Freude, wenn das wie bisher gut ankommt. Doch eine Vision gibt's dennoch: „Mein großes Ziel ist die Waldbühne Berlin“, erklärt der frühere Ärzte-Fan Lars Kratzheller. Und Lizzy Branz lacht: „Das finde ich voll cool.“ Dieser Spruch habe im Interview nicht fehlen dürfen.

 

 

 

NEWS:

. . . letzter Gassenfreitag 2017

6. Oktober 2017

19:30

bei Ruth+Tobi

Konradigasse

Konstanz

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... danke für´s Zuhören ...

Ihr seid immer ein tolles Publikum ...

 

Debut Album SOMERSALT

"Soul on fire"

produziert von Karsten Deutschmann

erschien 2014

 

 

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